Flugvorbereitung/Sprit
Das ewige Thema Sprit (Preise Stand Frühling 2017)

1) AVGAS (italienisch: „benzina avio“)

Die gegenüber Deutschland deutlich schlechtere Versorgung mit AVGAS100LL stellt oft das größte Planungsproblem bzw. das größte Potenzial für Ärger vor Ort dar. Ferner ist der Saft in Italien trotz der derzeit recht tiefen Rohölpreise, u.a. aufgrund schlicht unglaublich hoher Steuern ziemlich teuer, d.h. er liegt mit zwischen 2,30 Euro und 3 Euro (gelegentlich auch noch mehr) und einem Durchschnitt von ca. 2,70 Euro sogar noch etwas über dem deutschen Niveau (im Durchschnitt derzeit ja ca. 2,30 Euro). Daher hier folgende Tipps:

- Bei der Anreise aus Deutschland noch einmal in Österreich volltanken (da meist ein wenig günstiger als in Deutschland und damit spürbar günstiger als in Italien). Achtung: bei den größeren östereichischen Flughäfen, d.h. insbesondere Graz (LOWG), Salzburg (LOWS) und Innsbruck (LOWI) ist Avgas teurer und liegt damit preislich auch über den meisten deutschen Plätzen. Ganz am unteren Ende der österreichischen Preisskala hingegen liegt meist der Flugplatz Hohenems (LOIH), der insofern sehr geeignet ist für diejenigen, die ohnehin an der Bodenseeregion vorbeikommen. Er gibt dort übrigens auch immer unschlagbar günstiges Mogas, allerdings leider nicht ethanolfrei, so dass dies eigentlich nur für Rotaxe in Frage kommt. Auch z.B. Zell am See (LOWZ) hat stets ähnlich günstigen Sprit. Sowohl Hohenems als auch Zell haben allerdings recht kurze Pisten!

- Auch in der Schweiz ist Avgas allgemein preislich OK. Derzeit liegt es im Schnitt zwischen ca. 2,20 bis 2,50 Franken, also - wo der Kurs des Euros sich auf knapp 1,10 CHF eingependelt hat - ca. 2,05 bis 2,35 Euro. (Achtung: in Samedan, LSZS, Zürich, LSZH und Saanen, LSZK ist das Avgas eher deutlich teurer.) Zu beachten ist aber immer, dass natürlich die Landegebühren in der Schweiz eher hoch sind. Außerdem - und das ist viel problematischer - muss man bei einem Tankstopp in der Schweiz natürlich sowohl vorher als auch nachher auf einem Zollplatz landen, was meist jeden Vorteil wieder auffrisst. Insbesondere in Italien sind bezahlbare Zollplätze eher rar. Daher in der Schweiz eher nur dann tanken, wenn man ohnehin einen Stopp dort machen will. Mogas gibt in der Schweiz nur an wenigen Plätzen; dafür gibt es mittlerweile hier und da TOTAL's UL91 und zwar teilweise geringfügig günstiger als 100LL.

- Eine andere Alternative ist beim Flug nach Italien über die klassische Rhônetalroute natürlich ein letzter Tankstopp in Südfrankreich, z.B. in Cannes-Mandelieu LFMD (ca. 1,85 Euro). Vor einem Flug nach Sardinien lohnt sich das Volltanken bei ganz ähnlichen Preisen auf Korsika (Bastia, Calvi, Ajaccio und Figari). UL91 gibt es ganz im Südosten Frankreichs nur in Carpentras (LFNH) und in Gap-Tallard (LFNA). Insgesamt liegt Avgas 100LL in Frankreich derzeit meist zwischen 1,80 und 2,10 Euro.

- Wenn man sich im Raum Kalabrien und Sizilien bewegt, lohnt sich bei größeren Tanks insbesondere ein Tankstopp in Malta (LMML), denn dort kostet das Avgas nur ca. 1,60 Euro. Allerdings sei gesagt, dass die Lande- und speziell die Handlinggebühren hoch sind und das Handling ein bisschen kompliziert ist, wobei Air Malta noch am "günstigsten", aber auch am service-ärmsten ist (insgesamt dann mittlerweile aber dennoch deutlich über 100 Euro).

- In Kroatien ist das Avgas schon seit einiger Zeit bei Weitem nicht mehr ganz so günstig wie noch vor ein paar Jahren. Wenn es allerdings von der ohnehin geplanten Reiseroute her Sinn macht, sollte man bei Preisen von derzeit ca. 1,90 Euro pro Liter dort natürlich trotzdem tanken. Es ist aber zu bedenken, dass außerdem die Landegebühren an den meisten Flughäfen Kroatiens meist hoch sind. Tipp: Wenn man nur zum Tanken landet, d.h. das Flughafengelände nicht verlässt, gilt dies in Kroatien als "technisch bedingte" Landung, was die Gesamtgebühren nahezu halbiert (man bezahlt dann an den beiden günstigsten Flughäfen des Landes, Pula LDPL und Rijeka LDRI nur ca. 25 Euro). Dazu im Flugplan bei den Remarks "technical landing" eintragen. Beim Bezahlen der Gebühren in einem solchen Fall sollte man das Personal daran aber unbedingt noch einmal selbst darauf hinweisen. Weiter gilt zu bedenken, dass beim Ausflug nach Kroatien und beim Einflug aus Kroatien kommend auch auf italienischer Seite stets ein Zollflughafen anzufliegen ist. Auch diese verlangen in der Regel relativ hohe Gebühren und bedeuten Zeitverlust und Bürokratie. Daher sollte der Sinn eines reinen "Tankstopps" in Kroatien vorher einmal realistisch durchgerechnet werden. (Unabhängig von der finanziellen Sinnhaftigkeit macht eine Landung z.B. in Losinj oder Brac natürlich immer Spaß).

- Alternativ zu Kroatien ist für einen Tankstopp das slowenische Portoroz (LJPZ) sehr zu empfehlen. Hier kostet der Liter Avgas derzeit ca. 1,99 Euro und der Service ist perfekt, bei einer moderaten Landegebühr von zwischen 15 und 26 Euro (je nach MTOW). Einer der besten, wenn nicht *der* beste GA-Flugplatz ganz Europas.

- Der *ganz große Geheimtipp* für billiges Avgas-Tanken im Adriaraum war eine gewisse Zeit lang Montenegro und insbesondere der direkt an der Adria gelegene Flughafen Tivat (LYTV), denn der Liter kostete bei darauf folgendem Ausflug aus dem Land nur ca. 1,50 Euro. Leider haben beide Flughäfen von Montenegro (Tivat und Podgorica) derzeit kein Avgas mehr im Angebot. Unbedingt die aktuellen NOTAMs checken!

- Hier und da gibt es aber auch in Italien vergleichsweise günstiges Avgas. Derzeit sind z.B. Albenga (LIMG), Perugia (LIRZ) und Trento (LIDT) mit ca. 2,30 Euro die günstigsten in Italien und damit fast auf einem Niveau mit z.B. Kroatien, Österreich und der Schweiz. Sich vorher zu informieren lohnt also.

- Extrem teuer ist Avgas in Italien hingegen generell auf den Inseln, also Elba, Sizilien und Sardinien; in Cagliari werden frecherweise schon - wie in einem Dritte-Welt-Land - über 4 Euro aufgerufen. Auf Elba sind ca. 3,50 Euro. Hier sollte man sich wenn möglich vorab Alternativen überlegen.

- TOTAL's UL91 gibt es in Italien bisher überhaupt nicht, da TOTAL in Italien keine Flugplatztankstellen betreibt.

Zum Thema Treibstoffverfügbarkeit (Avgas) in Italien:

- Bei der Planung aufmerksam das Aerodrome Directory der AIP bzw. des Jeppesen studieren. AVGAS100LL wird im Jeppesen mit „F-3“ abgekürzt.

- Viele Tankstellen haben fest definierte Öffnungszeiten; diese sind in aller Regel in der AIP bzw. im Jeppesen angegeben. Diese Zeiten sind unbedingt zu beachten (Stichwort: Mittagspause!). In anderen Fällen ist der Sprit praktisch „PPR“, d.h. man muss das Tankvorhaben vorab mittels einer in AIP / Jeppesen angegebenen Telefonnummer anmelden.

- In der AIP bzw. im Jeppesen steht bei einigen Plätzen ein Verweis wie „aeroclub only“ oder „emergency only“, und zwar besonders bei kleinen, von Vereinen betriebenen Plätzen. So etwas bedeutet, dass zwar eine Zapfsäule vorhanden ist, meist aus steuerlichen oder administrativen Gründen aber kein Treibstoff an Fremde verkauft, sondern nur für den Eigenbedarf des Aeroclubs verwendet werden darf. Es ist nämlich so, dass man in Italien zum Verkaufen von Treibstoff ein entsprechendes Gewerbe und eine entsprechende Lizenz benötigt. Außerdem geniessen Aeroclubs in Italien beim Sprit Steuervergünstigungen, welche natürlich nicht an Externe weitergegeben werden sollen. In so einem Fall heißt es vorab anrufen und freundlich fragen, ob man am Tag seiner Ankunft ausnahmsweise einmal z.B. 100 Liter erstehen könnte. In der Regel ist die Antwort dann: "Ja!". Dies handhabt allerdings jeder Aeroclub unterschiedlich. Von "gar kein Problem" über "das kriegen wir schon irgendwie geregelt" bis "völlig unmöglich" kommt alles vor. Daher im Zweifel immer vorher den entsprechenden Platzbetreiber bzw. Aeroclub anrufen und fragen, ob AVGAS („benzina avio“) vorhanden ist und vor allem, ob dieses auch „for visiting aircraft“ zu haben ist. Rechnen Sie auch damit, dass man Ihnen so etwas antwortet wie: "wir können Ihnen zwar welches geben, allerdings nur inoffiziell und ohne Rechnung" (was bei Flügen mit dem eigenen Flugzeug ja kein Problem darstellen dürfte). Dabei gleich Öffnungszeiten der Tankstelle, Preis sowie Zahlungsmodalitäten klären. Keine Angst, die Italiener sind zu allermeist sehr freundlich und hilfsbereit!

­ Die AIP- bzw. Jeppesen-Angaben schon während der ersten Flugplanungen sofort mit den aktuellen NOTAMs des Platzes vergleichen. Bei einigen Plätzen steht nämlich in AIP / Jeppesen, dass es Avgas gibt; dies wird dann allerdings in einigen Fällen per (Dauer)-NOTAM wieder aufgehoben. Auch deshalb beim Briefing immer auch NOTAMs berücksichtigen, die älter als 90 Tage sind!

- Insbesondere im Süden des Landes ist die Avgas-Versorgung relativ schlecht. Südlich von Neapel gibt es (abgesehen von Sizilien und Pantelleria) Avgas nur noch in: Salerno (LIRI), Reggio Calabria (LICR), Scalea (LIXP) und am Aviosuperficie SibariFly; an der Ostküste gibt es Richtung Süden Avgas nur noch in Foggia (LIBF), auf dem Aviosuperficie Corte LINB (südlich von Lecce) sowie - erst seit Anfang 2017 wieder - auf dem Flughafen Brindisi (LIBR). Außerdem besteht wohl die Möglichkeit, in Bari (LIBD) etwas Avgas vom Aeroclub zu bekommen, allerdings für den Preis von über 3 Euro und natürlich nur zu den Öffnungszeiten des Aeroclubs und nach voriger Absprache. Weitere Alternativen im nahen Ausland: Dubrovnik (Kroatien), Korfu (Griechenland) oder Malta.

- Möchte man direkt nach der Landung tanken (immer dringend empfohlen), dies der Flugleitung bzw. dem Turm oder dem Handling Agent am besten gleich beim Abrollen von der Piste (oder gar schon während des Anflugs) mitteilen, um Wartezeiten zu vermeiden. Dabei immer betonen, dass man AVGAS ("benzina avio") braucht, damit man nicht zum falschen Platz gelotst wird, bzw. der falsche Truck kommt.

- Zum Thema "zollfrei tanken": Bevor man aus der Europäischen Union ausfliegt (z.B. nach Bosnien, Albanien, Montenegro, Nordafrika oder in die Schweiz) kann man an den italienischen Flughäfen grundsätzlich zollfrei tanken. Leider sind hier meine Erfahrungen begrenzt. In jedem Fall gibt es in der Praxis damit meist Probleme, zumal zollfreies Tanken an einigen Plätzen grundsätzlich nicht möglich ist. Wichtig ist, dass Sie ihren Wunsch vor dem Tanken kundtun, und zwar unter Umständen nicht nur dem Tankwart, sondern dem Büro, wo dann auch bezahlt wird. Es wird als Beweis, dass man aus der EU ausfliegt, ein aufgegebener Flugplan gefordert. Manche „Spezialisten“ machten es in der Vergangenheit z.B. beim Heimflug nach Deutschland so, dass Sie einen Flugplan in die Schweiz aufgaben und diesen dann in der Luft änderten. Von dieser Praxis rate ich allerdings grundsätzlich ab, zumal wohl gelegentlich auch im Nachhinein noch eine Kopie der Landegebührenquittung für den Landeort außerhalb der EU angefordert wird.

Aktuell scheint es allerdings, dass das zollfreie Tanken bei Flügen in die Schweiz nur noch ganz vereinzelt klappt. Für weitere Erfahrungsberichte zu diesem Thema wäre ich dankbar!

- Nutzen Sie bei Ihrer Spritplanung unbedingt auch die (in der AIP gar nicht und im Jeppesen nur teilweise enthaltenen) Aviosuperfici, denn die Zahl derer, die AVGAS haben, wächst tendenziell noch. Informationen erteilt (falls dort enthalten) der Jeppesen oder besser der Avioportolano; darüber hinaus hilft natürlich auch ein Anruf direkt am Platz. Es ist aber zu bedenken, dass viele Aviosuperfici relativ kurze Graspisten haben und insbesondere Starts mit vollen Tanks - je nach Flugzeugtyp - möglicherweise riskant sind. Und dennoch: der Sprit ist an diesen Plätzen meist (aber nicht immer) vergleichsweise „günstig“, es gibt in der Regel keine Landegebühren und außerdem läuft alles sehr schnell, freundlich und unbürokratisch ab. Allerdings kann man auf diesen Plätzen den Treibstoff oftmals nur in bar und "ohne Rechnung" bezahlen.

Als Beispiele für "Avgas-Aviosuperfici" mit Asphaltpisten (500 Meter und mehr) bzw. großzügig bemessenen Graspisten (600 Meter und mehr) seien genannt:

Sondrio (LILO, nördliche, Lombardei) (hier wochentags allerdings Landegebühr!)
Boglietto - Costigliole d'Asti (südlich von Asti / Piemont) (Spritbedarf vorher anmelden!)
Castelnuovo Don Bosco (LILF, bei Asti / Piemont)
Spessa - La Speziana (südlich von Mailand)
Mazzè - Prati Nuovi (Nähe Turin)
Montagnana (westlich von Padova) - vorher freundlich anfragen!
Ozzano Emilia (LIKO, bei Bologna) - SELF SERVICE!
Molinella (bei Bologna)
San Mauro (Nähe Udine)
Osoppo (LIKH Nähe Udine)
Sassuolo (bei Modena)
Serristori (LIQQ, zentrale Toskana)
Sansepolcro (LIQF, südöstliche Toskana) - Spritbedarf vorher anmelden
Fiano Romano (nördlich von Rom)
Fly Roma (östlich von Rom)
Sabaudia (zwischen Rom und Neapel)
Terni (LIAA, südliches Umbrien) - SELF SERVICE! (Landegebühr)
Scalea (LICK, nördliches Kalabrien) (Landegebühr!)
SibariFly - (Ionische Küste Kalabriens)
Salemi (westliches Sizilien)
Maglie - Aviosuperficie Corte (LINB, südlich Lecce) (Spritbedarf vorher anmelden)
Caorle (LIKE, obere Adria) - 10 Euro Mitgliedsgebühr zu bezahlen
Pordenone - La Comina (westlich von Udine)
Vicchio di Muggello / Aviostorai (nordöstlich von Florenz) - Spritbedarf rechtzeitig vorher anmelden
San Marino-Torraccia (bei Rimini)

- Wie oben schon angedeutet, ist der Preis für Avgas in Italien deutlich uneinheitlicher als z.B. in Deutschland. Daher lohnt es sich (so gut es eben geht) im Vorwege den Preis in Erfahrung zu bringen.

2) AUTOSUPER / BLEIFREI / "MOGAS" (italienisch: „Benzina Verde“)

Wird man mit wenigen Ausnahmen (z.B. Trento LIDT, Thiene LIDH, Carpi LIPU, Pavullo LIDP, Belluno LIDB)) an praktisch keinem "Aeroporto" finden (im Jeppesen ist Autosuper mit "F-6" abgekürzt), dafür umso häufiger an den Aviosuperfici und Campi di Volo. Vorsicht ist allerdings stets geboten wegen des möglicherweise vorhandenen Ethanol-Anteils.

Nur relativ selten gibt es an den Aviosuperfici und Campi di volo eine "richtige" Tankstelle für Mogas (in diesem Fall ist z.B. im Avioportolano ein grünfarbiges Tankstellensymbol verzeichnet). Der Preis ist entsprechend niedriger als der für AVGAS, ca. 1,60 bis 2,10 Euro. Auch wenn wir hier von "Tankstelle" reden, sind dies selten professionell betriebene Einrichtungen, die mit festen Öffnungszeiten, Rechnung und usw. operieren, sonderen meist handelt es sich um "private" Pumpen kleiner UL-Vereine, die aber meist auch bereitwillig (inoffiziell) Benzin an Gäste verkaufen. Das bedeutet aber auch, dass man nach der Landung oft erstmal jemanden finden muss, der die Tankstelle bedienen kann und man unter Umständen etwas Verständigungsprobleme hat.

An folgenden Aviosuperfici gibt es eine Mogastankstelle:

Sondrio (LILO, nördliche Lombardei) (hier wochentags allerdings Landegebühr!)
Boglietto - Costigliole d'Asti (südlich von Asti / Piemont)
Castelnuovo Don Bosco (LILF, bei Asti / Piemont)
Spessa - La Speziana (südlich von Mailand)
Mazzè - Prati Nuovi (Nähe Turin)
Montagnana (westlich von Padova) - vorher freundlich anfragen!
Ozzano Emilia (LIKO, bei Bologna) - SELF SERVICE!
Molinella (bei Bologna)
Al Casale (Nähe Udine)
San Mauro (Nähe Udine)
Sassuolo (bei Modena)
Serristori (LIQQ, zentrale Toskana)
Sabaudia (zwischen Rom und Neapel)
Volturno Fly (bei Neapel)
Terni (LIAA, südliches Umbrien) - SELF SERVICE!
Scalea (LICK, nördliches Kalabrien) (Landegebühr!)
Salemi (westliches Sizilien)
Caorle (LIKE, obere Adria) - 10 Euro "Mitgliedsgebühr" zu bezahlen
Pordenone - La Comina (westlich Udine)
Valdera (LIAT, Nähe Pisa)
Mezzana Bigli (südlich von Mailand)
San Marino-Torraccia (Nähe Rimini)
Civitella del Tronto (nördlich von Pescara)
Pignola (Nähe Potenza)
Fermo-Fermano (südlich von Ancona)
Monteporzio (nordwestlich von Ancona)
Celsetta (nördlich von Rom)
SibariFly - (Ionische Küste Kalabriens)
Nettuno-Arma (zwischen Rom und Neapel)
San Stino di Livenza (nordöstlich von Venedig)
Massalengo (südlich Mailand) - Benzin wird eher ungern an Dritte verkauft
Vicchio di Mugello / Aviostorai (nordöstlch von Florenz)
Cotronei (in den Bergen Kalabriens)
Aviosuperficie Pianfei / Alpi Marittime (südwestliches Piemont)

Dazu kommt wie oben gesagt einige wenige (kleinere) "Aeroporti".
 
An allen anderen Aviosuperfici und Campi di Volo hingegen gibt es zwar keine Tankstelle, was aber nicht heißt, dass man kein Benzin bekommen kann. Im stark durch Ultraleichtflug geprägten Italien ist es nämlich das normalste der Welt, die Flugzeuge per Kanister zu betanken. In der Regel ist nämlich die nächste Autotankstelle nicht weit. In diesem Fall sind am Flugplatz immer Kanister zu leihen und irgend jemand wird auch ganz sicher das Auto für den kurzen Transport zur Verfügung stellen (in diesem Fall ist im Avioportolano ein grünfarbiges Kanistersymbol vorhanden). Verbraucht Ihr Flieger weniger als 20 Liter pro Stunde (=Rotax, Jabiru, Limbach, etc.), kann das eine Alternative sein. ABER, große Empfehlung: immer die absolute Premium-Sorte kaufen! Bei diesen ist das Ethanolrisiko am geringsten. Kosten dann gemäß der Tankstellenpreise, also ca. 1,60 Euro pro Liter Premiumbenzin. Eventuell ist dann, auch wenn nicht eingefordert, eine kleine Spende für den Taxiservice angebracht. An größeren Aeroporti ist es eher unwahrscheinlich, dass man die Erlaubnis erhält, Kanister hereinzubringen.

Immer sehr günstiges Mogas findet man wie oben schon angedeutet z.B. beim Flug von oder nach Deutschland im österreichischen Hohenems (LOIH); allerdings wird dort keine Ethanol-Freiheit garantiert.

3) JET A-1 / DIESEL

Jet gibt es praktisch an allen größeren Flughäfen sowie an einigen Aeroclubflugplätzen und an ein paar Aviosuperfici; Der Liter kostet (voll versteuert) ca. 1,00 bis 1,70 Euro, womit es natürlich spürbar günstiger ist wie in Deutschland. Dies kompensiert zumindest auf gewisse Weise die speziell auf den italienischen Großflughäfen teils sehr hohen Gebühren.

Allerdings ist es an vielen größeren Flughäfen so, dass bei Abnahmen kleinerer Mengen (meist 500 Liter) ein pauschaler Servicezuschlag von ca. 50-80 Euro hinzukommt. Letztendlich ist der Literpreis dann also meist etwas höher.

Auf der andere Seite kann man mit der richtigen Tankkarte hier und da (an einigen Großflughäfen) auch für unter 1 Euro an Jetfuel kommen. Hier lohnt es sich, sich vor genau zu informieren.

Aber: es sei gesagt, dass man in einigen an Italien angrenzenden Ländern noch viel günstiger Jetfuel tanken kann. Dies gilt insbesondere für Slowenien (ca. 1,10€ pro Liter) und Kroatien (ca. 0,90€ pro Liter). Aber auch in Österreich, der Schweiz und Frankreich ist Jet meist etwas günstiger zumindest als in Deutschland.

Ansonsten gelten grundsätzlich überwiegend dieselben Tipps wie im Abschnitt über AVGAS.

Diesel kann man in Italien an keinem Flugplatz (einzige Ausnahme: Trento LIDT) bekommen, aber natürlich an einer möglicherweise nahe gelegenen Autotankstelle (ca. 1,45 Euro pro Liter), was für Flieger mit TAE-Motor oder Austro-Motor zumindest eine Notlösung sein kann.


© 2007-2017 | Philipp Tiemann