Das Burgund ist eine der historischen Regionen Frankreichs und dazu noch eine der größeren. Sie ist als eine der großen Feinschmecker- und Kulturregionen bekannt und daher so beliebt.
Meist wird mit dem „Burgund“ touristisch im engeren Sinne nur dessen östlicher Teil, also die berühmte Weinregion zwischen Dijon, Beaune und Macon (also entlang des Flusses Saône) verstanden. Aber auch die westlich gelegene Gegend rund um Auxerre, inkl. des Chablis, gehören dazu. Oft verkannt wird also, dass das Burgund in Richtung Nordwesten fast bis Paris reicht.
Vorab noch etwas zum Thema Wein: neben dem Bordelais und der Champagne gehört auch das Burgund zu den renommiertesten Weinanbaugebieten Frankreichs. Dieses liegt grob gesagt zwischen Dijon im Norden, Macon im Süden und Chablis im Westen. Unumstrittenes Zentrum ist die Weinstadt Beaune. Hier werden sowohl Weißweine als auch Rotweine hoher Qualität angebaut. Persönlich bin ich kein ganz so großer Fan der Burgunderweine; sie sind überwiegend nicht so sehr mein Geschmack. Außerdem halte ich sie preislich für absolut überteuert. Dennoch ist die Gegend aufgrund des Ambientes und des guten Essens einen Besuch absolut wert.
Fliegerisch hat man es auch im Burgund mit einigen Flugbeschränlungsgebieten zu tun, unter anderem mit einigen RTBA-Gebieten (siehe dazu auch den Abschnitt „Luftraumstruktur“.
Dijon
Dijon ist die Haupststadt des Burgunds und mit Abstand auch die einwohnerstärkste Stadt der Region.
Die Stadt hat für die GA gleich zwei Flugplätze zu bieten. Außerdem ist sie vom süddeutschen Raum aus in wenigen Flugstunden und daher meist in einem Sprung gut zu erreichen – ideal also für einen kurzen Wochenendtrip.
Erstgenannt sei der reine VFR-GA-Platz der Stadt, Dijon-Darois (LFGI). Es befindet sich nordwestlich der Stadt am Rande einer leichten Hügelkette, der „Côte“. Die Piste 02 steigt spürbar an. Landschaftlich sehr hübsch. Das Terrain steigt auch nördlich des Platzes etwas an, was man bei Abflügen auf der 02 an heißen Tagen berücksichtigen sollte. Außerdem ist dies die Heimat des Herstellers der Holzflugzeuge Robin (heute heißt die Firma CEAPR).
Allerdings ist der Platz ganz ohne ATS und etwas Funk auf Französisch schadet nicht; zwar gilt hier nicht streng „FR-only“, aber es kann schon mal etwas mehr Verkehr geben und viele lokale Piloten können eben meist eher wenig Englisch. Die Avgas-Tanke ist von TOTAL, mit Automat für das TOTAL-Card. Ohne diese bekommt man meist Hilfe vom Aeroclub. Außerdem gibt es im Norden des Platzes eine weitere Tanke („Avia“) von der man neben 100LL und JetA1 auch Mogas mit 95 Oktan bekommen (und dann mit ec- oder Kreditkarte selbständig bezahlen) kann. Keine Lande- oder Parkgebühren. Der Club (Aeroclub de la Côte d’Or) hat recht klare Vorstellungen davon, wo man als Gastflugzeug parken soll und wo nicht; hierzu sollte man vorab die entsprechende Karte auf deren Website konsultieren. Ein Hangarplatz ist oft verfügbar. Leider: keinerlei Restaurant am Platz oder in Platznähe.
Es gibt zwar einen Bus, welcher quasi am Flugplatzausgang hält und nach Dijon fährt (Linie 50), allerdings ist die Fahrfrequenz sehr mager und unregelmäßig. Ein Taxi in die City kostet ca. 30 Euro, UBER einen Tick weniger. Oft sind freundliche Leute vom lokalen Aeroclub anzutreffen, die auch mal gerne einen „Lift“ in die Stadt anbieten.
Alternative ist der „große“ Platz, Dijon-Longvic (LGSD). Früher war dies ein gemischt militärisch-ziviler, weitläufiger Platz; seit 2015 aber ist das Militär komplett weg. Er ist seitdem unkontrolliert mit zivilem AFIS. Vorsicht: Außerhalb der AFIS-Zeiten ist für Externe hier ohne besondere Erlaubnis kein Starten und Landen erlaubt! Handling ist erst ab 3 Tonnen MTOW Pflicht. Die Landegebühren sind gering. Hingegen sind die Parkgebühren (zumindest ab 1 Tonne MTOW aufwärts) etwas hoch, so dass es sich schnell summiert. Auch das Avgas 100LL ist hier stets teuer. Fazit: vor allem als Tankstopp und für längere Aufenthalte ist der Platz nicht so besonders gut geeignet; ich empfehle dafür eher Darois. Für einen kurzen Übernachtungsstopp hingegen kann Longvic (wenn man englischen Funk, Zoll bzw. Einreise oder IFR benötigt) durchaus Sinn machen.
Der Platz hat auch mehrere IFR-Anflüge (allerdings kein ILS mehr). Der AFIS-Mann spielt meiner Erfahrung nach aber doch ziemlich gerne Fluglotse. Das Vorfeld befindet sich ganz im Nordwesten des Flugplatzgeländes, daher lange Rollstrecken. Da es keinen Aeroclub gibt (wie in Darois) ist der Flughafen sonst ziemlich tot. Um die Abwicklung kümmert sich das Personal der Feuerwehr. Aktuell (2026) gibt es leider kein Restaurant am Platz. Immerhin eine ordentliche Crew-Lounge.
GANZ WICHTIG: Auch hier unbedingt vor jeglichen *internationalen* Flügen (auch innerhalb Schengens) rechtzeitig per email anmelden. Hier hat es seit 2021 und zuletzt auch Mitte 2024 mehrfach große Probleme und auch erhebliche Strafen gegeben! Das entsprechende NOTAM dazu ist leider nach wie vor etwas unklar. Also, im Prinzip kann vor diesem Platz nur gewarnt werden, zumindest eben für internationale Flüge.
Immerhin: grundsätzlich gibt es Mietwagen (Europcar, Hertz), aber nur auf Vorbestellung, die man auch noch mal telefonisch bestätigen lassen sollte. Es gibt keine unmittelbare ÖPNV-Anbindung des Platzes. Ein UBER in die lnnenstadt kostet ca. 20 Euro, Taxi etwas mehr.
Kurz zur Stadt Dijon. Sie hat einiges zu bieten, u.a. den ehemaligen herzoglichen Palast am halbkreisförmigen, von Kolonnaden gesäumten Place de la Libération. In dessen Umgebung gibt es ein paar schöne alte Häuserzüge und Gassen. Außerdem gibt es eine recht beindruckende Notre Dame-Kirche. Zuguterletzt ist die Stadt berühmt für ihren Senf und ist ein wichtiger Handelsplatz für Burgunderweine. Trotzdem hat die Stadt nicht gar zu viel Tourismus. Gut Fleisch essen (bei gutem Ambiente und freundlichem Service) kann man bei „Gril’Laure“, nahe der Cathédrale Saint-Bénigne.
Nuits St. Georges (LFGZ)
Nur ca. 15 Kilometer entlang der „Weinstraße“ nach Süden kommt der nächste berühmte Burgunderweinort: Nuits St.-Georges. Auch er verfügt über einen kleinen Flugplatz mit ausreichend langer Graspiste, wobei im Westen der Bahn Hindernisse stehen. Außerdem wird die Piste teilweise nicht ganz so gut gepflegt und nach längeren nassen Phasen ist sie auch weich.
Der Platz ist vor allem deshalb bekannt, weil es quasi am Rande des Platz ein kleines, als Hotel fungierendes Château gibt („La Berchère“), welches bei Piloten sehr beliebt ist. Vom Abstellplatz muss man lediglich ca. 300 Meter die Straße entlanggehen. Wobei es direkt dort leider kein Restaurant gibt. Man hat normale Zimmer und auch Suiten. Vor allem im Sommer aber einen Swimming Pool! Leider ist die Autobahn etwas nah und sorgt für etwas Grundrauschen. Sonst aber nett.
Außerdem gibt es einen kleinen Aeroclub, der sehr hilfsbereit ist und von dem man bei Bedarf Avgas bekommen kann. Und noch was Schönes an diesem Platz: man kann in ca. zwei Kilometern zu Fuß in den Ortskern spazieren. Man bekommt aber auch Fahrräder, um das Land zu erkunden. Nuits-St. Georges ist ein absolutes Weinnest!
Beaune-Challanges (LFGF)
Die Stadt Beaune ist *das* Weinzentrum der Region. Natürlich hat sie auch einen Flugplatz. Dieser liegt vier Kilometer östlich der Stadt auf freiem Feld. Auch er hat aber keinerlei ATS, also ist etwas Französisch im Funk sinnvoll, wenn auch keine Pflicht. Auf die Lärmschutzverfahren ist zu achten. „Preferred runway“ ist die 02. Mit PPR ist Nachtflug möglich. Am Platz gibt es neben einem Aeroclub auch eine Helikopterschule, mit denen man Rundflüge über die Weinberge machen kann. Avgas gibt’s von TOTAL, mit Automat für das Carnet. Ansonsten braucht man Hilfe vom Aeroclub, der aber nur eher selten „Personal“ da hat. Keine Lande- oder Parkgebühren; man soll lediglich den Flug im Register des Clubheims eintragen. Leider ist stets etwas unklar, wo man als Gast parken soll und wo nicht; hier gibt es keine Hinweisschilder o.ä.). Seit 2023 kann man an diesem Platz mit PN wieder Zoll machen (für Flüge aus der oder in die Schweiz). Leider gibt es dafür nun ein NOTAM, wonach ALLE internationalen Flüge 24h PN unterliegen – die obwohl der Platz gar kein zugelassener „Einreiseplatz“ ist… ein Unikum in Frankreich.
Um in die Stadt zu kommen, benötigt man ein Taxi, das aber nicht allzu teuer ist (ein paar Taxinummern sind im Clubhaus angepinnt; z.B. Taxi Momo, 0033 666121782, sonst eben via google recherchieren). Ca. 20 Euro pro Strecke. Man kann aber ohne Reservierung schon mal Pech haben und bekommt keins.
Die Stadt ist sehr hübsch, teils von Stadtmauern umgeben und mit winkeligen Straßen. Berühmteste Sehenswürdigkeit ist das Hotel Dieu (ein ehemaliges Hospital) und dessen Innenhof. Allerdings ist es so, dass der Tourismus schon sehr dominiert. Alles ist voll von Hotels und Restaurants. Überall gibt es das berühmte Bœuf Bourguignon. An jeder Ecke soll man Wein probieren. Es dreht sich schon alles schon etwas zu sehr nur um den Wein, wie ich finde.
Eine interessante und etwas zunächst etwas ulkig klingende Attraktion gibt ca. vier Kilometer nordwestlich der Stadt (insgesamt ca. acht Kilometer vom Platz), und zwar ein hübsches Château, welches im Garten ganz unerwartet u.a. ein großes Luftfahrtmuseum mit ca. 80 Kampfflugzeugen aus der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg stehen hat; insgesamt 80 Stück! Sie sind allerdings zum Teil nicht mehr in gutem Zustand. Im Château selbst gibt es auch die weltweit wohl größte Sammlung an kleinen Modellflugzeugen. Darüber hinaus noch weitere Ausstellungen von klassischen Pkws , Motorrädern, etc. Name: „Chateau de Savigny“. Siehe meinen Bericht „Ostfrankreich“ unter „Fotos/Reiseberichte“. Savigny selbst ist ein hübscher, sehr pittoresk in den Weinbergen eingebetteter Ort.
Chalon-Champforgueil (LFLH)
Eine weitere Stadt (immerhin die zweitgrößte im Burgund) und ein weiterer Flugplatz entlang der Achse Dijon-Lyon, also am Ufer der Saône gelegen. Von mittwochs bis sonntags ohne Mittagspause mit AFIS (also auch mit englischsprachigem Funk) und RNP-Approach (allerdings nur mit relativ hohen LNAV-Minima). Avgas und Jet kann hier mit Kreditkarte bezahlt werden. Typisch für einige Flugplätze dieser Art in Frankreich: moderate Landegebühren, aber etwas höhere Parkgebühren. Die Rechnungserstellung dauert etwas lange, aber es sind freundliche Leute. Es gibt eine täglich geöffnete Snack-Bar am Platz, aber kein Restaurant. 500 Meter vom Platz (andere Straßenseite, beim Kreisel) gibt es eine Bäckerei, die aber samstags nachmittags und sonntags geschlossen ist.
In die Stadt sind es ca. sieben Kilometer. Ein Taxi dorthin kostet ca. 30 Euro; UBER ist zum Teil auch verfügbar. Es gibt eine recht hübsche, aber nicht überragende Altstadt, zum Teil auf einer kleinen Insel auf der Saône („St. Laurent“) gelegen. Dort, wie eigentlich immer im Burgund, viele gute Restaurants. Hübsch ist auch die Place Saint Vincent.
Macon-Charnay (LFLM)
Um nach Süden abzuschließen, sei hier die Stadt und der Flugplatz Macon genannt. Sie liegt direkt an der Grenze zur Region Rhône-Alpes und außerdem am (hier schon stattlich breiten) Fluss Saône, der 80 Kilometer weiter südlich bei Lyon in die Rhône mündet. Das Maconnais ist ebenfalls sehr für seine Weine bekannt.
Der Flugplatz hat, obwohl mit stattlicher Piste ausgestattet, keine IFR-Verfahren und keinen ATS. Offiziell „FR-only“. Etwas merkwürdig: obwohl ohne ATS verlangt dieser Platz eine (geringe) Landegebühr. Hierfür sitzt auf dem „Turm“ zu normalen Bürozeiten ein Angestellter, der aber NICHT im Funk antwortet. Es gibt Avgas 100LL von TOTAL und auch 98er Mogas. Der 100LL-Tankautomat nimmt das TOTAL-Carnet; ohne ein solches kann man eben dank des Angestellten auf dem Turm ebenso Sprit bekommen. Es gibt ein Restaurant ganz am nördlichen Ende des Vorfelds („L’Aéro Café“, montags geschlossen). Da der Platz recht stadtnah liegt, ist die Taxifahrt in die Innenstadt nicht allzu teuer; in gut 25 Minuten gelangt man auch zu Fuß dorthin. Diese ist ganz nett, aber mehr auch nicht (2024 gab es recht viele Baustellen). Zwei sehenswerte Kirchen gibt es.
Auxerre-Branches (LFLA)
Gehen wir nun weg von der Saône, in die westlicheren Teile der Region. Auxerre liegt ganz im Nordwesten und ist deren viertgrößte Stadt. Der Flugplatz hat IFR-Verfahren und entsprechend auch einen AFIS (allerdings nicht sonntags und an den anderen Tagen mit Mittagspause!). Präferenzielle Piste ist die 18. Avgas und Jet gibt’s mittlerweile selbständig mit normaler Kreditkarte. Das kleine Restaurant am Platz ist 2024 wiedereröffnet worden („Le Plan de Vol“) . Man kann an diesem Platz sogar Zoll machen; siehe dafür die Regelungen in der AIP bzw. der VAC sowie den NOTAMs. Nachteil: auch hier gibt es leider seit einiger Zeit ein NOTAM, das wohl besagen soll, dass man sich bei jeder Art von internationalem Flug beim Zoll voranmelden muss. Vorfeldzugang gibt es selbstständig über ein Tor mit Code (Platzfrequenz).
Der Platz liegt in einem Waldgebiet, leider etwas weit (ca. 9 km) außerhalb der Stadt. Ein Taxi kostet ca. 35 Euro und es gibt keine Mietwagenagentur am Platz. Schade, denn Auxerre ist außerdem der nahestgelegene Platz zu den Weingebieten des Chablis (etwas östlich von Auxerre). Auxerre selbst hat eine Altstadt mit durchaus einigen lauschigen Ecken, allerdings auch mit recht viel Leerstand und Verfall. Somit in Summe ok, aber keine ganz so große Empfehlung.
Joigny (LFGK)
Ein paar Kilometer weiter nordwestlich von Auxerre liegt der Ort Joigny, direkt am Fluss Yonne. Das schöne: der Platz liegt direkt oberhalb des Städtchens. Nach der Landung kann man in gut 15 Minuten zu Fuß mit schönen Blicken durch Weinberge in die Stadt gehen; es erinnert ein wenig an Traben-Trabach. Am Flugplatz keine Landegebühren, keine Formalitäten und nichts. Aufgrund Pistenprofils und Bäumen östlich des Platzes ist für die Landung die 08 empfohlen und für den Start die 26. Schlechter Pistenzustand! Überhaupt ist der Platz leider etwas desolat. Es gibt eben nur eine große Abstellfläche und eine Tankstelle (ohne Automat) – mehr nicht. Für den Fußweg in die Stadt raus aus dem Flugplatzgelände und an der Straße 50 Meter in Richtung Westen; dann den dortigen Pfad der Berg herunter nehmen (siehe google maps).
Leider ist das Städtchen zum größten Teil ziemlich desolat. Und es gibt – abgesehen von einem recht bekannten Sterne-Restaurant sonst kaum weitere nette Einkehrmöglichkeiten. In Summe fehlt ihr einfach etwas der Charme. Daher in Summe keine besondere Empfehlung.
Semur-en-Auxois (LFGQ)
Gehen wir nun von Auxerre aus Richtung Südosten, also in Richtung Dijon. Das wirklich kleine Städtchen Semur-en-Auxois ist unbedingt einen Ausflug wert. Es hat einen kleinen verschlafenen Flugplatz mit Asphaltpiste. Kein ATS, keine Landegebühren. Avgas 100LL von TOTAL, allerdings ohne Automat für die TOTAL-Card oder Kreditkarte, so dass man sich fürs Tanken vorab mit dem lokalen Verein abstimmen muss. Das Gras zwischen Piste und Abstellplatz ist leider oft sehr hoch, was beim Rollen mit Tiefdeckern nicht so toll ist.
Das Schöne dieses Platzes: man kann in nur gut 15 Minuten (allerdings zunächst kurz bergab, und dann noch mal wieder bergauf) verkehrsarm und idyllisch in die Altstadt gehen – unkomplizierter geht es kaum. Man sollte auch am Fuße der Altstadt (entlang des Flusses) einmal um die Altstadt herum spazieren. Sehr hübsch! Oben in der Altstadt gibt es einen zentralen Platz und einige Restaurants (das netteste ist wohl „Aux Vieux Pavés“, wo man ggf. reservieren sollte).
Nur ca. 10 km westlich von Semur liegt übrigens Epoisses, Herkunftsort einer der besten Käsesorten Frankreichs.
Avallon (LFGE)
Ebenfalls nur ein wenig südöstlich von Auxerre liegt Avallon. Das Städtchen ist Semur etwas ähnlich. Ein Tick größer und geschäftiger vielleicht. Aber auch sehr charmant. Es erinnert alles ein wenig an Rothenburg ob der Tauber – aber eben ohne die Touristenmassen. Auch hier ist der Flugplatz praktischerweise stadtnah gelegen – es sind nur ca. 20 Minuten zu Fuß in die Altstadt, und zwar hier weitestgehend in der Ebene. Der Flugplatz hat allerdings „nur“ eine Graspiste, wird nur selten benutzt und erscheint daher samt Vorfeld manchmal etwas ungepflegt. Auch hier nur eine Tankstelle (ohne Tankautomat) und ein alter Hangar am Platz. Dafür aber auch keine Gebühren. PPR ist auch nicht zwingend erforderlich, aber letztlich empfiehlt sich hier dennoch eine Voranmeldung beim lokalen Club, um sich über den Zustand der Piste und der Abstellflächen zu informieren.
Übrigens nur ca. 14 km westlich von Avallon liegt das sehr hübsche Örtchen Vézelay, ein sehr bekannter Wallfahrtsort mit einer berühmten Basilika.


