Das Zentralmassiv; das ist dieses häufig etwas vernachlässigte, großflächige Gebirge im zentralen Süden Frankreichs. Es nimmt – ja nach Abgrenzung – ca. ein Siebtel das gesamten Staatsgebiets Frankreichs ein. Grob abgegrenzt wird das Zentralmassiv durch die Städte Limoges (im Nordwesten), Lyon (im Nordosten), Toulouse (im Südwesten) und Nîmes (im Südosten). Direkt im Massiv gibt es keine größeren Städte. Jene in unmittelbarer Nähe, die häufig als „Hauptstädte“ des Zentralmassivs bezeichnet werden, sind Clermont-Ferrand und ein wenig auch noch St. Étienne.
Auch in vertikaler Hinsicht sind die Berge nicht zu unterschätzen: zahlreiche Berge übersteigen 1500 Meter über dem Meeresspiegel.
Dies führt dazu, das im Winter einige kleine Flugplätze schneebedeckt sind. Im Sommer wird es im Zentralmassiv überwiegend – trotz der Höhenlage – sehr heiß. Das wiederum heißt: aufpassen mit der Dichtehöhe! Beim Fliegen gibt es viele Turbulenzen; auch Wärmegewitter bilden sich orographisch bedingt natürlich sehr häufig. Daher ist auch in dieser Gegend der Tipp: im Sommer immer möglichst früh am Morgen fliegen.
Ferner sind doch recht große Teile des Zentralmassivs (speziell der nördliche und westliche Teil) recht stark mit Flugbeschränkungsgebieten „bestückt“. Daher diese bitte in der Flugplanung beachten, also insbesondere sehr gut die NOTAMs prüfen. Zu diesem Ensemble an Beschränkungsgebieten gibt es auch extra eine Info auf der Website des SIA, siehe:
https://www.sia.aviation-civile.gouv.fr/calendrier-zone-centre
Im Süden der Region gibt es auch eine etwas kuriose Danger Area (LF-D192), die sich wie ein großer, schmaler Ring um Mende und Millau legt.
Administrativ liegt das Zentralmassiv überwiegend in der Region Auvergne; dazu kommt ein Teil des Languedoc Roussillon und vom Départment Midi-Pyrenées. Der Gebirgszug der Cevennen bildet den südöstlichen Abschluss des Zentralmassivs.
Die wesentlichen Flugplätze des Zentralmassivs seien hier vorgestellt und der Ordnung halber in die Kategorien „nördliches“ und „südliches“ Zentralmassiv eingeteilt.
1. Der Norden
Clermont-Ferrand (LFLC)
Clermont Ferrand ist die Hauptstadt der Region Auvergne. Sie liegt am Nordrand des Zentralmassivs. Der Flughafen ist ein typischer französischer Flughafen mittlerer Größe – alles da, was man so braucht, relativ moderate Gebühren, wenig Verkehr, kein PPR o.ä. notwendig. Der Tower ist sogar komplett „H24“ besetzt. Bei Südwind ist mit Turbulenzen zu rechnen. Die Polizei (für UK-Flüge) ist tagsüber ohne PPR verfügbar laut, und auch für Schweiz-Flüge (der AIP-Eintrag ist diesbezüglich etwas verwirrend). Motorsegler sind nur auf den Graspisten zugelassen.
Wenn möglich sollte man im An- oder Abflug ein paar Kreise über der Vulkankette „Chaine des Puys“ drehen; welche ca. 15km westlich der Stadt liegt. Der Puy de Dome ist der höchste mit 1465 Metern. Ca. 35 Kilometer südwestlich der Stadt liegt der höchste Berg des Zentralmassivs, der Puy de Sancy, mit 1885 Metern.
Hier gibt es grundsätzlich ein richtiges „Handling“ mit Kleinbus etc., (zu Fuß gehen nicht erlaubt, außer für Crew) aber wie gesagt: alles kostenmäßig trotzdem noch recht moderat. Lediglich für einen reinen Tankstopp ist der Platz dann eigentlich etwas zu teuer. Dafür gehen Tankstopps aber sehr schnell; Sprit zu fassen ist durchgehend möglich (am einfachsten mit TOTAL-Karte). Wer etwas Geld sparen möchte, kann auf dem Vorfeld des Aeroclub (Aeroclub d’Auvergne, Apron Victor) parken; dort kostet es weniger. Meist bietet das der Tower auch von sich aus an. Es ist dazu kein PPR vom Club notwendig.
Mietwagen sind am Platz verfügbar. Das Taxi in die Stadt kostet ca. 25 Euro. UBER ist verfügbar und etwas günstiger.
In Clermont-Ferrand ist die hochgotische Kathedrale Notre-Dame-de-l’Assomption ein besonderes Merkmal. Sie ist gänzlich aus dem dunklen, porösen Lavagestein gebaut und als solche einzigartig. In der verwinkelten, Innenstadt rund um die Kathedrale finden sich eine ganze Reihe von Gebäuden aus dem 18. und 19. Jahrhundert, die zum Teil sehr hübsch gestaltet und aus dem gleichen schwarzen Lavastein gemauert sind wie die Kathedrale. Zentrum der Stadt ist die Place de Jaude, u. a. mit dem Opernhaus. Insgesamt hat man die Stadt nach ca. einem Tag gesehen.
St. Etienne (LFMH)
Von Clermont-Ferrand aus in Richtung Osten, auf ca. halbem Weg nach Lyon, liegt St. Étienne.
Der Flughafen liegt einige Kilometer außerhalb. Es ist kleiner als der von Clermont-Ferrand und hat noch weniger Verkehr. Der AFIS ist generell am Wochenende gar nicht in Betrieb (NOTAMs checken). Er hat auch für die GA eher wenig zu bieten, aber dafür auch geringe Gebühren. Es gibt Avgas und Jet von einer TOTAL-Tanke, mit TOTAL-Karte auch per Self-Service. Ohne diese Karte kann je nach Wochentag sonst auch die Feuerwehr oder der Aeroclub aushelfen. Zoll auf Anfrage.
Außerdem gibt es hier per se keine Mietwagen. Die Taxifahrt in die Stadt ist eher teuer. Die ist ohnehin nicht die allersehenswerteste. Große Teile des Stadtbilds werden durch Zeilenbauten geprägt; der Stadt ist anzusehen, dass ihre Blütezeit (früher ein Kohlezentrum) schon vorüber ist. Lediglich die Gässchen rund um das Zentrum versprühen einen gewissen Charme, außerdem gibt es zahlreiche Grünflächen. Letztlich jedoch bleibt die Stadt gegenüber ihrem großen Bruder, der Stadt Lyon, blass.
Wer hingegen nur einen Nightstopp auf dem Weg weiter nach Südwesten vornehmen möchte, für den eignet sich der Platz gut, denn in nur ganz kurzer Taxidistanz gibt es ein paar Hotels.
St. Flour-Coltines (LFHQ)
Mitten im Zentralmassiv und nahe an dessen höchsten Erhebungen gelegen. Kein ATS und auf der A/A-Frequenz ist französisch obligatorisch. Avgas 100LL, AKI93 und Jetfuel gibt’s von einer Tanke mit Kreditkartenautomat; es ist also kein Personal mehr erforderlich. Gelegentlich Kunstflug. Geringe Landegebühr (zu hinterlassen). Der Ort St. Flour ist sehr hübsch und malerisch gelegen. Leider ist es vom Flugplatz aus recht weit in das Städtchen. Es werden aber vom Club wohl auch zwei Mountainbikes und ein kleines Auto angeboten.
Le Puy Loudès (LFHP)
Kleiner Regionalflughafen in durchaus bergiger Landschaft mitten im Zentralmassiv. ATS nur wochentags und jeweils nur ein paar Stunden am Tag (jeweils wenn die ganz kleine Linienmaschine landet). Dieser Platz ist durchweg (also auch während des AFIS-Betriebs) genau genommen leider „FR-only“. Tanken (100LL und Jetfuel) kann man ohne Mittagspause ganz selbständig mit Kreditkarte. Parken darf man nicht auf dem Hauptvorfeld, sondern nur auf der Grasparkfläche „Golf“, oder ggf. irgendwo am Rand des Aeroclubvorfelds „Bravo“.
Es gibt ein (nur wochentags geöffnetes) Restaurant („Mirage“) am Platz, wo u.a. ein umfangreiches und trotzdem sehr günstiges Mittagsbuffet angeboten wird. Auch unmittelbar außerhalb des Airports kann man aber etwas zu essen finden. Zugang zum Platz über ein Gate mit Zahlencode.
Obwohl der Platz nicht viel Verkehr hat, gibt es hier dennoch Mietwagen (man muss sich dazu den den Flughafenbetreiber wenden). Taxi auch hier eher teuer (es sind gute 10 Kilometer in die Stadt), aber auch hier funktioniert UBER, was etwas günstiger ist. Auf halber Strecke Richtung Stadt liegt das Chateau Saint Vidal (mit 5-Sterne Hotel).
Die Stadt Le Puy-en-Velay ist Department-Hauptstadt. Sie ist wegen ihrer eigentümlichen Lage in vulkanischer Landschaft ein bedeutendes, recht sehenswertes Touristenziel abseits der üblichen Trampelpfade. Die Stadt ist rund um mehrere frühere Vulkanschlote erbaut. Auf diesen Schloten stehen zum Teil Kirchen. Le Puy-en-Velay ist der Ausgangspunkt des französischen Jakobsweges „Via Podensis“. Kulinarisch ist Le Puy für Ihre Linsen und entsprechende Gerichte bekannt. Ein sehr zu empfehlendes, authentisches Ziel. Siehe auch meinen Artikel im Abschnitt „Fotos & Reiseberichte“.
Aurillac (LFLW)
Der Flughafen und die gleichnamige (kleine) Stadt befinden sich am Westrand des Zentralmassivs, aber noch in unmittelbarer Nähe einiger der höchsten Gipfel. Es ist ein kleiner Regionalflughafen mit IFR-Anflügen, aber praktisch ohne Verkehr. Der AFIS hat nur recht stückelige Betriebszeiten; außerhalb dieser muss man mit ein paar Phrasen „Auto-Information“ auf Französisch machen. Zuverlässig Sprit bekommen kann aber nur, wenn man eine TOTAL-Card hat; die Tanke ist mit dem entsprechendem Automat ausgestattet. Auch UL91 gibt es. Personal für das Abwickeln per Kreditkarte ist nicht immer da. Es gibt ein kleines Aeroclub-Restaurant am Platz, das etwas versteckt ist, aber gut sein soll (reservieren!). Man kann sogar am Platz Mietwagen bekommen (Hertz), man muss allerdings vorab reservieren.
Das Städtchen ist recht nett; vom Platz aus sind es nur ca. vier Kilometer; das Taxi daher nicht allzu teuer.
Ussel (LFCU)
Einfach ein landschaftlich schöner Aeroclub-Flugplatz im Nordwesten des Zentralmassivs. Platzhöhe immerhin schon 2500 Fuß MSL. Kein ATS und auf der A/A-Frequenz ist Französisch vorgeschrieben. Es gibt 100LL und laut AIP auch 98er Mogas; kein Jet. Um Treibstoff zu bekommen ist man aber auch den Aeroclub angewiesen. Das Städtchen Ussel ist relativ weit entfernt. Aber: der (sehr freundliche) Club vermietet ein Auto an Gäste. Außerdem gibt es ein sehr günstiges Zimmer am Platz zum Übernachten.
Issoire (LFHA)
Ebenfalls einfach ein sehr schöner kleiner Flugplatz, mit Grasbahn ausgestattet. Wenig Infrastruktur, aber eben sehr schöne in einem Tal zwischen zwei Höhenzügen des Zentralmassivs gelegen. Clermont-Ferrand liegt 30 Kilometer nördlich. Avgas gibt’s wochenends vom Aeroclub und wochentags von der örtlichen Issoire Aviation.
Brioude Beaumont (LFHR)
Es gilt weitgehend dasselbe wie für den vorgenannten Platz. LFHR liegt auch nur ca. 20 Kilometer südlich von LFHA. Lange Graspiste. Die bevorzugte Start- und Landerichtung ist 33. Es gibt ein Restaurant am Platz („La Carlingue“).
Ambert Le Poyet (LFHT)
Wer einen ähnlich idyllischen kleinen Platz mitten im Zentralmassiv sucht, aber eine Asphaltpiste vorzieht, der sollte hier mal vorbeischauen. LFHT liegt ungefähr auf halber Strecke zwischen Clermont-Ferrand und St. Étienne.
2. Der Süden (inkl. Cevennen)
Zwei Hinweise dazu vorab: unmittelbar östlich der Flugplätze Mende (LFNB) und Florac (LFNO) gibt es einen ziemlich großen Nationalpark. Dessen Schutzgebiet geht bis 3300 Fuß AGL. Dies in Verbindung mit dem dort ohnehin hohen Gelände bewirkt, dass man dieses Gebiet oft gar nicht so einfach kreuzen kann. Und: außerdem gibt es, ebenfalls im Südosten des Zentralmassivs eine ringförmige Danger Area (Nr. 192), die man zumindest auf dem Schirm haben sollte.
Rodez (LFCR)
Dies ist der Regionalflughafen am Südwestrand des Zentralmassivs. Es gibt ein klein wenig Linienverkehr und sogar eine eigene TMA. Die Öffnungszeiten des TWRs sind entsprechend sehr gut (und ohne Mittagspause), so dass der Platz sich als beliebter, da unkomplizierter, schneller Tankstopp auf dem Weg nach Spanien entwickelt hat.
Die Tanke ist von TOTAL und zwar mit Kartenterminal, so dass man zu jeder Zeit mit dem TOTAL-Carnet tanken kann. Wer keins hat und mit Kreditkarte zahlen will, muss lediglich auf die etwas eingeschränkten Uhrzeiten des Tankpersonals am Wochenende achten (siehe AIP plus ggf. NOTAMs). Sehr geringe Landegebühren.
Es gibt ein Restaurant am Platz, das aber eher nur eine Bar für die Linien-Touris ist. Ihnen zu Dank gibt es aber auch Mietwagen jeder Couleur, was hervorzuheben ist in einer Gegend, wo das selten ist.
Das Städtchen Rodez (8 km entfernt) hat eine recht sehenswerte, gotische Kathedrale. Fürs Essen wird das schicke „Café Bras“ empfohlen.
Mende-Brenoux (LFNB)
Im zentralen Süden des Zentralmassivs und in wirklich schöner, endloser Landschaft liegt dieser GA-Platz mit IFR-Verfahren. Es ist ein großzügiger, auf über 1000 Metern Höhe über dem Meeresspiegel gelegener Flugplatz; Es gibt einen AFIS, welcher aber recht beschränkte Betriebszeiten hat. Der IFR Anflug (nur noch GPS) an diesem Platz ist nur während der AFIS-Betriebszeiten zugelassen. Dennoch geht insgesamt ein Hauch von Fliegen in den USA, aufgrund der weiten Landschaft, des großzügigen, meist verlassenen Flugplatzes und der Unbeschwertheit des Fliegens. Man sollte lediglich etwas auf Turbulenzen gefasst sein, die hier häufig sind. Und aufgrund der großen Dichtehöhen, die hier möglich sind, ist die Bahn auch keinesfalls zu kurz geraten. Achtung: Leider ist der Instrumentenanflug schon eine Weile lang per NOTAM außer Kraft gesetzt. Ggf. muss man den Platz also derzeit als VFR-only einstufen.
Die Tanke ist von TOTAL, mit Kartenautomat. Ohne TOTAL-Card ist man auf den AFISO angewiesen. Eine (ganz moderate) Landegebühr fällt de facto auch nur dann an, wenn der AFISO da ist. Das Restaurant vor Ort ist 2024 nach vier Jahren wieder eröffnet worden. Und wie! Es ist nicht nur Restaurant (montags geschlossen), sondern auch chambre d’hôtes und Wellness-Spa. Name: „La Domaine de Mende-Brenoux“.
Die hübsche Kleinstadt Mende ist nur ca. drei Kilometer (bergab) entfernt. Man kann ohne oder mit nur leichtem Gepäck theoretisch zu Fuß dorthin laufen; zurück braucht man definitiv ein Taxi. Das genannte Hotel am Platz bietet sogar auch Leihautos an.
Langogne Lesperon (LFHL)
Dieser Platz im Südosten des Zentralmassivs liegt ähnlich hoch wie Mende, ist aber nur Gras und die Bahn ist auch noch deutlich kürzer. Also nur was für Flieger mit STOL-Eigenschaften. Der Platz ist ohnehin eigentlich für Piloten mit Platzeinweisung oder Mountain-Rating reserviert (trifft nicht für ULs zu).
Aubenas (LFHO)
Der Verkehrslandeplatz (allerdings ohne ATS und Instrumentenverfahren) für den Südosten des Zentralmassivs liegt bereits eher im Flachland, aber eben in unmittelbarer Nähe mehrerer über 1000 Meter hoher Berge. Es ist der sinnvollste Landeplatz, um von dort aus am Boden das Departement „Ardèche“ und dessen berühmte Schluchten zu besuchen. Der namensgebende Fluss ist beliebt für Wildwasserfahren. Bis dorthin sind es vom Platz aber noch einige Kilometer.
Achtung wegen der LF-R über dem Platz (beginnt in 4000 Fuß MSL). Zum Tanken braucht man auch nicht unbedingt Personal, denn die Avgas-Tankstelle lässt sich auch mit normalen Kreditkarten füttern. Somit ist der Platz auch ideal für einen superschnellen Fuelstop. Für Jetfuel muss man sich immer vorher anmelden. Keine Landegebühren. Gutes Restaurant vorhanden.
Einen Mietwagen muss man sich vorher organisieren; allgemein sind am Platz keine zu bekommen. Es gibt auch einen Freizeitpark in unmittelbarer Nähe. Taxinummern: 0033 0675727382 und 0033 069535022.
Ruoms (LFHF)
Nur ein paar Kilometer südlich von Aubenas. Dieser Platz ist besonders schön, da direkt am Ufer der Ardèche (bzw. eines Seitenflusses) gelegen. Es ist aber nur ein Grasplatz, mit nur 630 Metern Länge. Die 18 ist die präferenzielle Piste. Der Platz liegt nahezu auf Meereshöhe. Dennoch benötigt man, um diesen Platz zu nutzen ein vorherige Freizeichnung durch einen (beliebigen) Fluglehrer (oder muss selbst Fluglehrer sein); ein Einweisungsflug ist nicht zwingend notwendig. Keine Landegebühr. Es gibt aber offiziell keinen Treibstoff. Im Sommer ist hier durchaus recht viel los. Badestellen sind fußläufig erreichbar. Auch Kajaks etc. können im Sommer an einigen Stellen geliehen werden. Ein paar hundert Meter vom Platz gibt es ein Restaurant („La Guinguette des Acacias“). Auch der Ort Ruoms, auf der anderen Seite des Flusses, ist nur ca. 1,5 Kilometer entfernt. Dort wird das Hotel Ravel empfohlen.
Es ist der den Ardèche-Schluchten und deren Panoramastraßen nahest gelegene Flugplatz. Ob es im recht kleinen Ort Ruoms irgendwo einen Mietwagen gibt, ist aber zweifelhaft.
Alès (LFMS)
Wer einen Vereinsplatz (ohne striktes „FR-only“) mit langer Bahn für eine Erkundung der Cevennen sucht, der sollte nach Alès fliegen. Die Piste hat ein leichtes Badewannenprofil. Kein ATS, keine Landegebühren und ehrlich gesagt auch nur wenig Infrastruktur am Platz. Man kann aber mit TOTAL-Carnet selbstständig Avgas 100LL tanken (kein Jetfuel). Somit auch, wenn man die TOTAL-Card hat, ein idealer, ganz schneller Tankstopp auf dem Weg nach oder aus Spanien. Schöne Landschaft. Einen Mietwagen kann man im sechs Kilometer entfernten Städtchen Alès bekommen.
Millau-Larzac (LFCM)
Gehen wir abschließend noch ganz in die südlichen Ausläufer des Zentralmassivs. Bester Flugplatz für diese Gegend ist Millau. Allerdings liegt er inmitten einiger (oft nicht aktiver) LF-Rs, mit denen man sich ein wenig auseinander setzen muss.
Berühmt ist Millau natürlich wegen seines berühmten Viadukts, welcher die A75 über den Fluss Tarn führt und den man in Anflug bestaunen kann (ca. 10 km nordwestlich des Platzes). Der Platz hat keinen ATS. Die Piste ist beiderseits von Hügeln eingefasst und daher mit stark versetzten Schwellen. Dazu kommt auch hier im Sommer meist eine nicht zu unterschätzende Dichtehöhe. Turbulenzen sind möglich. Kein Restaurant am Platz; man kann aber zur Stärkung etwas kreativ zur nahegelegenen Autobahnraststätte laufen (und dort bei Bedarf auch in einem Hotel übernachten). Der Ort Millau ist leider sehr weit entfernt. Genau wie Alès hat auch Millau eine reine Avgas-Tankstelle (TOTAL, mit Kartenterminal für das Carnet), also kein Jetfuel. Es gibt eine kleine Landegebühr.
Saint Affrique Belmont (LFIF)
Schöner Platz, im Süden umgeben von 4000 Fuß hohen Bergen. Der Platz ist allerdings PPR, da „usage restreint“. Für’s Mittagessen oder eine Übernachtung kann man ca. einen Kilometer in den Ort Belmont sur Rance spazieren.
Bédarieux – La Tour sur Orb (LFNX)
Schöner Platz, ganz im Süden des Zentralmassivs, nur noch ca. 40 Kilometer von Béziers entfernt. Die Piste ist (etwas steiniges) Gras, aber ausreichend lang. Dennoch auch hier PPR, also eine Genehmigung, notwendig. Hauptsächlich Segelflug.


