Flugziele/Alpen
Alpen

(Foto: Aviosuperficie Tonale mit Traumblick auf die Adamello-Gruppe)

Fliegen in den Alpen - eine der höchsten Disziplinen in der Fliegerei überhaupt und immer wieder ein spannendes, aufregendes und manchmal gar majestätisches Erlebnis. So richtig Alpenfliegen kann man in Frankreich, der Schweiz, Österreich und natürlich in Italien.

Eine tolle Einstimmung auf das Fliegen in den italienischen Alpen gibt dieses Video.

An dieser Stelle sollen alle öffentlichen Flugplätze im italienischen Alpenraum vorgestellt werden. Genauer gesagt soll hier nicht auf die teilweise höchst anspruchsvollen Altiports (z.B. Meggiana, San Genesio, Locher) eingegangen werden, da diese eine spezielle Schulung erfordern. Vielmehr sollen hier die zwar mehr oder weniger in Tallage, aber zumindest inneralpin gelegenen Flugplätze aufgeführt werden. Plätze, die lediglich am Fuße der Alpen liegen, wie z.B. Turin oder Bergamo machen hier natürlich keinen Sinn, sondern lediglich solche, wo man "mitten drin statt nur dabei" ist. Natürlich muss man bei diesen Plätzen in den Wintermonaten damit rechnen, dass sie nicht nutzbar sind, auch jene mit Asphaltpisten (Eis!). Auf der anderen Seite können zu allen Jahreszeiten z.B. zu starke Winde den Anflug unmöglich machen. Vorsicht ist also stets in besonderem Maße geboten.

Starten möchte ich in den Westalpen und mich dann Richtung Osten "vorarbeiten".

Vaie-Valsusa

Dieser erste Platz liegt in den piemontesischen Westalpen, ca. 40 km westlich von Turin im Val di Susa. Er ist allerdings nur ein "campo di volo", also nur für ULs zugelassen. Außerdem ist die Graspiste nur 360 Meter lang; somit ist ohnehin für kaum ein größeres Flugzeug geeignet. Dennoch soll er hier aufgeführt sein, für alle diejenigen, die einmal mit dem UL hier entlang kommen. Der Platz liegt mitten im Tal, direkt neben dem Fluß Dora und der Autobahn. Keine Landegebühr. Der Ort Vaie liegt gut einen Kilometer entfernt. Infos im Avioportolano/Aerotouring Flight Guide oder im Web (www.vaievola.it). Darüber hinaus gibt es in den italienischen Westalpen leider keinen weiteren Flugplatz.

Aosta (LIMW)

Schon nicht mehr ganz zu den Westalpen gehört das Aostatal, wo sich der gleichnamige, gut ausgebaute Verkehrslandeplatz befindet. Hier gibt es eine Asphaltbahn, Treibstoff (Avgas und Jet). Avgas ist bei Ausflug in Richtung Schweiz sehr sehr billig, aber selbst voll versteuert ist Aosta meist eine der günstigsten Tankstellen in Italien. Außerdem kann man Zoll machen, ein Restaurant (allerdings häufig zu) und auch ein Hotel. Seit Anfang 2012 gibt es auch IFR-Anflüge (die allerdings, ähnlich wie in Bozen, nur mit besonderer Genehmigung geflogen werden dürfen). Die Landegebühren sind für so einen kleinen Platz einen Tick hoch. Außerdem ein wenig zu bürokratisch. Dennoch: Der Platz ist insbesondere bei Flügen von und in die Schweiz als Zollstopp eine gute Option (bei Zollabfertigung gibt es allerdings eine moderate Extra-Gebühr); außerdem ist er für einen ausgiebigen Besuch des oberen Aosta-Tals (z.B. zum Skifahren) ohne Alternative. Es gibt eine Europcar-Agentur direkt am Platz!

Masera (Domodossola)

Wiederum im Piemont, aber schon wieder etwas weiter östlich liegt in der Provinz Verbania das Städtchen Domodossola und der dazugehörige Flugplatz, der meist unter dem Namen "Masera" zu finden ist. Es handelt sich um ein Aviosuperficie, es könnnen hier also sowohl ULs als auch "normale" Motorflugzeuge landen. Vorteilhaft ist, dass es neben einer 700 Meter langen Graspiste (Achtung, etwas steinig) auch eine 600 Meter lange Asphaltpiste gibt. Keine Landegebühr. Domodossola liegt südlich des Simplonpasses, daher kommt man auch hier bei Flügen aus bzw. in Richtung Schweiz direkt vorbei (leider aber hier mangels Zoll keine Einreise möglich). 500 Meter vom Platz entfernt liegt ein Agriturismo, wo man sehr günstig essen und schlafen kann (www.agriturismomoonlight.it). Etwas weiter entfernt (und damit nicht fußläufig erreichbar) ist außerdem das Agriturismo-Restaurant "Al Divin Porcello" (www.divinporcello.it) welches aber von der Szenerie noch schöner ist.

Samólaco

Ein kleiner UL-Platz nördlich des Comer Sees, auf halbem Weg Richtung Chiavenna und Malojapass. Wir sind also schon in der Lombardei. Die Graspiste ist 420 Meter lang und ohne Hindernisse. Am Platz nur ein ganz kleines Clubhaus und ein paar Hangars. Selbstverständlich keine Landegebühr. Der Chef und lokale UL-Fluglehrer, Vitaliano Canclini, ist sehr gastfreundlich. Tolle Lage!

Sondrio - Caiolo (LILO)

Dies ist ein gut ausgebauter (allerdings als Aviosuperficie und nicht als Aeroporto klassifizierter) Landeplatz, ebenfalls in der oberen Lombardei, genau gesagt im Valtellina, nur einen Gebirgszug südlich der Schweiz. Um es anders zu sagen: Von der Nordspitze des Comer Sees fliegt man gute 10 Minuten Richtung Ost und man ist da. Es wird um PPR gebeten. Die Asphaltpiste ist großzüzige 1000 Meter lang. Wie auch an vielen anderen Aviosuperfici wird meist mit Unicom-Verfahren gearbeitet. Wenn man unter der Woche landet gibt es hier eine Landegebühr (10 Euro pro Tonne); wochenends keine. Ganz generell kann man mit reichlich Vorlauf hier sogar Zoll machen, was dann allerdings gesondert kostenpflichtig ist. Im Winter muss man unter Umständen damit rechnen, dass die Piste vereist ist, da sie zu dieser Zeit wegen der umliegenden Berge nie in die Sonne kommt. Es gibt Avgas und Jet; auch für Gäste. Mogas kann besorgt werden. Im Sommer kann man herrlich auf der Terasse des Vereinsheims sitzen. Es gibt aber kein richtiges Restaurant. Man kann zu Fuß zum sehr nahen Golfclub gehen und dort zu Mittag essen. Der Ort Caiolo ist klein; Sondrio liegt ca. 6 Kilometer entfernt, wohin man ein Taxi nehmen muss. In Sondrio fahren im Winter Busse regelmässig in nahegelegene Skigebiete. .

Tonale

Dieser Flugplatz darf in einer solchen Aufzählung einfach nicht fehlen, auch wenn er leider genau genommen für "Normalpiloten" nicht in Frage kommt (siehe weiter unten). Aber zunächst zur Info: Der Platz (Aviosuperficie) liegt nur ca. 1 km entfernt vom bekannten Passo del Tonale, welcher auf 1890 Metern liegt und eine wichtige West-Ost Verbindung zwischen oberer Lombardei und dem Trentino darstellt. Die Graspiste ist insgesamt 1100 Meter lang; die westlichen 700 Meter haben auch nur eine recht geringe Längsneigung. Von daher ist der Platz - je nach Flugzeug und Können des Piloten - durchaus machbar. Leider aber ist der Platz als "aviosuperficie in pendenza", also "Flugfeld mit Längsneigung" klassifiziert und man benötigt genau genommen eine spezielle Schulung, um auf solchen Plätzen landen zu dürfen. Außerdem gibt es im Trentino eine Verordung, welche Landungen auf Höhen oberhalb 1000 Meter MSL grundsätzlich verbietet. Dies betrifft auch diesen Fluplatz, d.h. hier dürfen einzig Piloten mit speziellen Genehmigungen oder dem italinienischen Mountain-Rating landen. Wenn man entgegen dieses Verbots hier dennoch landet, hat man unter Umständen mit Strafen zu rechnen. Dennoch können sich einige dem Reiz dieses Platzes nicht entziehen. In diesem Fall sollte man aber nur kurz landen, einen Augenblick das unglaubliche Panorama genießen (Adamello Gruppe im Süden und die Ortlergruppe im Norden), ein Foto machen und zügig wieder starten ohne groß aufzufallen. Dies soll keinesfalls eine Ermutigung sein, hier zu landen. Ferner gibt es keinerlei Garantie für den Zustand der Bahn, es liegen reichlich Stein herum! Koordinaten im Avioportolano. Seit 2010 steht der Platz unter der "Leitung" des Airport Trento. Ob aber bei entsprechender Anfrage auch tatsächlich die Möglichkeit besteht, dass "normale" Piloten die Piste legal nutzen dürfen, ist eher unwahrscheinlich. Ein kurzes Video eines Touch 'n go in Tonale zeigt dieses Video.

Campodenno - Termon

Dieser UL-Platz liegt auf halber Höhe zwischen Trento und Bolzano, im Nonstal und ist definitiv nur etwas für ULs mit einem entprechend vorbereiteten Piloten. Die Länge beträgt 300m, die Platzhöhe 2297 Fuß und die Piste steigt Richtung West an - und endet dann direkt an einem Berg. Ein Highlight für alle UL-Piloten. Keine Landegebühr. Sehr nette Leute hier und ein tolles Panorama vom Abstellplatz aus. An alle, die das erste mal nach Termon fliegen: Wie immer bei Plätzen mit stark ansteigendem Profil sollte man im Anflug nicht zu tief kommen oder zu langsam anfliegen! Infos auf ulm.it (hier) oder im Avioportolano. Camping am Platz möglich.

Vervò

Dieser UL-Platz liegt nur ein paar Meilen entfernt von der Piste von Termon und ist ebenfalls ein sehr anspruchsvoller Platz (Platzhöhe 3080 Fuß!), den man nur mit einem geeigneten Gerät und ausreichend Alpenflugerfahrung anfliegen sollte. Die Länge beträgt 280 Meter und man landet nach Nord (36) und startet nach Süd (18). Der Anflug ist durch ein paar Bäume nicht ganz hindernisfrei und steigt nach Norden kräftig an, zumal nicht gleichmäßig sondern mit zwei Plateaus und einem steilen Stück in der Mitte. Außerdem hat die Piste zwei leichte Richtungsknicks. Sehr nette Leute am Platz, insbesondere Arturo dalla Torre. Platzinfos gibt es auf der Website des dortigen UL-Vereins (hier), auf ulm.it (hier) sowie im Avioportolano.

Trento - Mattarello (LIDT)

Der Verkehrslandeplatz der Hauptstadt des Trentino. Ähnlich einfacher Anflug wie in Bozen. Ein verlässlicher Stop mit allem was man so braucht (außer IFR und eventuell nötiger Zoll). Hotel und Restaurant am Platz. Geringe Gebühren und sehr passable Treibstoffpreise. Einfach ein unkomplizierter, guter Platz. Weitere Details zu diesem Platz unter dem Abschnitt "Gardasee".

Bolzano / Bozen (LIPB)

Der Regionalflughafen der Hauptstadt Südtirols, der allerdings seit 2016 keinen Linienverkehr mehr, sondern nur noch etwas Charter hat. Dieser Platz hat als einziger in den italienischen Alpen IFR-Verfahren. Diese (zumindest definitiv der LOC-DME-Approach) erfordern aufgrund ihres Schwierigkeitsgrades allerdings eine besondere Qualifikation und Genehmigung. Der VOR-Aprroach wird wohl - obwohl die AIP diesbezüglich etwas unklar ist - für alle Piloten freigegeben; dieser hat allerdings sehr sehr hohe Minima, ist also wirklich nur ein Verfahren, um bei gutem Wetter vom Cruise Level (FL150 Minimum!) ins Tal hineinzukommen

VFR hingegen ist der Anflug relativ einfach. Es ist aber beim Anflug von Norden aus damit zu rechnen, dass man (je nach Flughöhe) erst sehr spät (z.B. unter Umständen erst nach Passieren des Punkts "November") Funkkontakt mit Bolzano AFIS erlangt. Dazu kommt der "VFR Sector Adige" (eine Art RMZ) aufgrund dessen genau genommen keine weiteren Flieger in die ATZ gelassen werden, solange ein IFR-Flieger an- oder abfliegt. In der Praxis wird dies allerdings deutlich pragmatischer gehandhabt. Außerdem kommt IFR-Verkehr zum Glück nur ein paar Mal am Tag vor. Jetfuel gibt es vom Airport Operator, Avgas hat zwar der Aeroclub, verkauft dieses aber seit 2011 aufgrund bürokratischer Hürden zumindest offiziell nicht mehr an Gäste. Im Fall dringender Notwendigkeit (Auslegungssache...) bekommt man aber dennoch Avgas vom Aeroclub, der bereitwillig hilft; dies sollte man aber nicht so laut durch die Gegend erzählen (vorher mit dem Aeroclub absprechen, dann über Funk einfach "taxi to the aeroclub" erbeten). Sonst sollte man eben im nahen Trento LIDT tanken, wo der Treibstoff ohnehin deutlich günstiger ist.

Dafür ist aber Zoll vorhanden (gut bei Flügen in die oder aus der Schweiz). Wichtig: Parken am besten auf der Grasfläche ("Apron 3") erbeten; das ist günstiger als auf dem Asphaltvorfeld. Wer unbedingt auf Asphalt parken will, muss ca. für ca. 30 Euro Handling in Anspruch nehmen. Außerdem sollte man sich dann vorab einen Platz reservieren, denn es gibt nicht so viele. Selbst wenn man "nur" auf Gras parkt, ist das Personal sehr behilflich, bringt einen sogar inklusive Gepäck mit dem Golfcart direkt vor den Flieger.

Die Landegebühren sind im normalen Rahmen, wobei leider bei z.B. zwei Personen an Bord immer automatisch eine Passagiergebühr abgerechnet wird.. Parken auf Gras kostet quasi nichts. Im Terminal gibt es eine Snack-Bar. Mietautos zur Erkundung der Gegend sind vorhanden (Hertz und Europcar); die Wege vom Terminalausgang zum Mietwagen außerdem angenehm kurz. Ein Taxi in die Bozener Innenstadt kostet ca. 15 Euro.

Segelfluggelände Sterzing / Vipiteno

Direkt unterhalb des Brenners liegt das Städtchen Sterzing, auf Italienisch: Vipiteno. Wer hier schon auf der Autobahn vorbei gekommen ist, hat vielleicht (kurz nach der Mautstation) den Flugplatz erspäht. Dieser hat eine 500 Meter lange Graspiste, ist aber nur als "Campo di volo" klassifiziert. Außerdem steht das Gelände genau genommen wohl unter der Führung des Militärs. Es findet dort vorwiegend Segelflug statt. Dazu etwas UL und etwas Motorsegelflug. Wer selbst UL oder Motorsegler fliegt, kann hier eine Zwischenlandung machen. Eine Voranmeldung bei der örtlichen Segelfluggruppe wird gewünscht. Infos zum Platz gibt es leider nicht im Avioportolano, sondern lediglich hier. Man kann in gut 15 Minuten zu Fuß in den Ortskern von Sterzing laufen.

Dobbiaco / Toblach

Der kleine militärische Flugplatz von Dobbiaco (Toblach) liegt ganz am östlichen Ende des Pustertals, kurz vor der Grenze zu Österreich, oder anders gesagt am Nordostrand der Dolomiten. Er ist seit 2006 auch zivil nutzbar, allerdings nur am Wochenende und aufgrund der Lage natürlich nur ca. von Anfang Mai bis Ende Oktober. Leider ist der Platz weder in den Luftfahrtkarten eingezeichnet, noch gibt es offizielle Anflugkarten. Es ist u.a. deshalb telefonisch eine telefonische Anmeldung beim Aeroclub zwingend notwendig.

Kontaktdaten und weitere Infos siehe hier.

LEIDER ist es so, dass seit 2015 Fremdlandungen derzeit nicht mehr bewilligt werden können, weil ein neuer Flugplatzkommandant diese Linie fährt. Schade; hoffentlich tut sich hier bald wieder was zum Positiven.

Weitere Infos siehe auch Avioportolano / Aerotouring Flight Guide. Der Anflug entlang des wunderschönen, grünen Pustertals macht Freude. Die gepflegte Graspiste ist in ihrer vollen Länge 1000 Meter lang; dennoch ist beim Start etwas Kalkül geboten, schließlich liegt der Platz auf deutlich über 1000 Metern MSL! Wenn man sich an alle Regeln für den Anflug hält, sind die Leute sehr freundlich. Es gibt zwar keine Landegebühr, eine kleine Spende an den Aeroclub wird aber gern gesehen. Man kann in drei Minuten ins Ortszentrum von Toblach spazieren, wo es mehrere Restaurants, Shops, etc. gibt.

Eine schöne, idyllische Alternative zum klassischen Ausflug nach Bozen. Von hier kann man auch sehr schöne Flüge in die direkt südlich angrenzenden Dolomiten (Drei Zinnen, Marmolata!) machen.

Eine sensationelles Video - nicht nur von der Landung in Dobbiaco, sondern von den gesamten Dolomiten und dem Voralpenland des schönen Veneto - gibt es hier.

Asiago (LIDA)

Nun geht es in die Region Veneto an den Südwestrand der Dolomiten. Dort liegt die Hochebene von Asiago. Der Flugplatz des gleichamigen Städtchens hat eine 1120 Meter lange Asphaltbahn, die in Landerichtung (08) leicht ansteigt und in Startrichtung (26) leicht abfällt. Seit 2014 ist der Platz täglich geöffnet, zumeist auch im Winter; es empfiehlt sich aber dennoch, kurz vorher anzurufen. Außerdem unbedingt stets die NOTAMs checken. Die neue Website lautet: www.lida.aero. Der Funk ist - wie in Italien an den kleinen Plätzen üblich) nicht immer besetzt.

Die Landegebühr beträgt 15 Euro, plus 2,5 Euro pro Passagier ab der dritten Person an Bord. Hangarierung ist möglich. Anfang 2014 wurde endlich auch das nette Empfangsgebäude fertigstellt. Dort befindet sich ein sehr hübsches Restaurant, wo man in nettem Ambiente regionaltypische Gerichte essen kann (etwas teurer als der Durchschnitt, aber eben qualitativ auch gut). Dazu im 1. Stock eine Terasse für Drinks & BBQ! Absolut zu empfehlen und an schönen Tagen mittlerweile eins der beliebtesten Tagesausflugsziele norditalienischer Privatpiloten. Mittlerweile gibt es auch vier sehr hübsche Doppelzimmer direkt am Platz für die Übernachtung. Ab Ende 2017 wird es auch eine Tankstelle mit Avgas, Mogas und Jet geben!

Das Kleinstädtchen Asiago ist für den gleichnamigen Käse bekannt und versprüht mit seiner typischen Architektur Bergatmosphäre. Man kann zu Fuß dorthin laufen (30 Minuten) oder am Platz Fahrräder leihen (richtige, ordentliche Mountainbikes). In nur wenigen Minuten zu Fuß zu erreichen ist das Ristorante Albergo Aurora, welches vielfach sehr empfohlen wird.

Belluno (LIDB)

Schon geht es an den Südostrand der Dolomiten, in die Haupstadt der Provinz Belluno, welche noch zum Veneto gehört. Landschaftlich ist auch dieser Platz sehr reizvoll und dennoch leicht anzufliegen. Da es sich um einen klassischen Vereinsplatz handelt, ist er montags geschlossen und es gibt eine tägliche Mittagspause. Die gut 800 Meter lange Grasbahn ist stets gepflegt. Das Panorama während des Anflugs, speziell auf die 05 ist toll! Es gibt problemlos Avgas und Mogas. Geringe Landegebühren. Kleines Cafè am Platz. Die Stadt Belluno ist für einen Tagesaufenthalt sehr reizvoll (Taxi oder Bus). Einer der sympathischsten Plätze Norditaliens. Einziges Manko: es wird eben am Funk und am Boden eher wenig englisch gesprochen.

Enemonzo - Zampieri

Nun sind wir endgültig in den Ostalpen angekommen, genau gesagt in dem karnischen Alpen der Region Friaul Julisch-Venetien. Hier gibt es nur einen als Alpenflugplatz zu bezeichnendes Aviosuperficie, den Platz "Zampieri", nahe des kleinen Städtchens Enemonzo. Der Platz ist sehr schön direkt am Flußbett des Tagliamento angelegt. Die Pistenlänge beträgt nur 520 Meter; sie hat aber keine wesentlichen Hindernisse und ist in gutem Zustand. Sie wird hauptsächlich durch Segelflieger genutzt. Keine nennenswerte Infrastruktur (keine Flugleitung, Sprit oder Hangar, keine Landegebühr). Zunächst geb es hier allerdings am Platz eine kleine gemütliche Osteria, auch mit Außenplätzen, wo man sehr gute karnische Spezialitäten essen konnte. Leider schloss es Ende 2015; im August 2016 ist dann das Gebäude auch noch abgebrannt! Es wird am Platz also auf absehbare Zeit nichts zu essen geben. Der kleine Ort Enemonzo ist in Fußdistanz. Empfohlen wird das Hotel Pagoda (günstig; holen auf Wunsch auch vom Flugplatz ab).

Ansonsten vor allem ein netter Mittagsstopp, wenn man durch die östlichen Alpen in Richtung Adria fliegt.


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